Wusstest du, dass es in der Liebe nicht nur darum geht eine gemeinsame Landessprache zu sprechen, um sich zu verstehen? Vielmehr geht es darum, ob man die Bedürfnisse des anderen stillen kann oder nicht. Ob man einander versteht oder es ständig zu Missverständnissen kommt, liegt unter anderem an der Sprache der Liebe, die der jeweilige Partner spricht. Bei dieser Sprachform geht es nicht um eine Landessprache, sondern es vielmehr um gewisse Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen, damit die Liebesbeziehung in einem guten Fluss läuft.
Der amerikanische Autor und Beziehungsexperte Gary Chapman bringt in seinem Werk “ Die fünf Spachen der Liebe“ zum Ausdruck, wie sich eine Beziehung zum Positiven verwandeln kann, alleine durch das Bewusstsein. Herauszufinden welche Sprache der Liebe dein Partner spricht und diese Sprache zu erlernen, ist der Schlüssel für eine glückliche Beziehung.
Im ersten Moment denkst du vielleicht: „Was soll das denn jetzt?“. Vertraue mir. Lass dich einfach mal auf die fünf Sprachen der Liebe nach Gary Chapman ein. Du wirst sehen, dass sich danach einiges im Beziehungsalltag zum Positiven verändern kann! Die Sprache der Liebe zu kennen, ist ein großer Vorteil. In einer Beziehung sind es oftmals die kleinen Dinge, die zählen und den Unterschied bezüglich des Liebesglücks ausmachen.
Jetzt aber zu den fünf Sprachen der Liebe.
1. Die erste Sprache der Liebe:Lob
Für denjenigen, der diese Sprache selbst nicht als seine Sprache der Liebe bezeichnen würde, mag das Ganze lächerlich klingen. Doch wenn du weißt, dass du mit ein wenig Lob und Anerkennung den Liebestank deines Partners auffüllen kannst. Warum nicht? Gary Chapman berichtet von einem Fall, bei dem die Frau ständig an ihrem Mann herumnörgelte, weil er eigentlich ein Zimmer im Haus renovieren wollte, aber diesbezüglich nicht in die Pötte kam. Gary Chapman, der unzählige Paare als Seelsorger betreute, schlug ihr vor, anstatt herumzunörgeln, jede gute Aktion ihres Mannes anzuerkennen und ihn entgegen ihrer Gewohnheit einfach hier und da zu loben. Und stell dir vor, nach nur drei Wochen hatte der Ehemann das Zimmer bereits renoviert. Die Ehefrau war dankbar über die Erkenntnis, dass Lob und Anerkennung der Sprache der Liebe ihres Mannes entspricht. Sie konnte dieses Wissen ab sofort wie einen Joker einsetzen
2.Die zweite Sprache der Liebe: Zweisamkeit
3. Die dritte Sprache der Liebe: Geschenke
Geld zählt diesbezüglich eher weniger. Es ist nicht ausschlaggebend, wie teuer ein Geschenk ist, sondern dass der Partner sich überlegt, was demjenigen gefallen könnte. Die investierte Zeit, um jemand anderen eine Freude zu machen, ist die Mühe gewiss wert. Die Geschenke können von einem selbst arrangierten Picknick über einen Kinobesuch bis zu der Lieblings-Schokolade reichen. Es geht nicht darum Unmengen an Geld in Gold und Diamanten zu investieren, sondern hier und da zu zeigen: „Hey wenn ich unterwegs bin, denke ich an dich und bringe dir aus Liebe gerne eine Überraschung mit!
4. Die vierte Sprache der Liebe: Hilfsbereitschaft
Ein wichtiger Punkt, ist dass du von dir aus Initiative zeigst, und nicht erst dein Partner um Hilfe bitten muss. Die Bedürfnisse deines Partners zu erkennen und dann Hilfe anzubieten, das ist schon eine wahre Kunst. Viele Menschen müssen erst noch Hilfsbereitschaft erlernen. Gerade Männer, die mit der traditionellen Rollenverteilung aufgewachsen sind, tun sich schwer ihre Hilfe zum Beispiel im Haushalt anzubieten. Wenn du aber weißt, dass du mit ein paar Handgriffen die Stimmung in deiner Beziehung deutlich verbessern kannst, dann solltest du mal darüber nachdenken, ob ein wenig Unterstützung nicht doch ein gutes Investment ist.
Es gibt ja auch „typisch männliche“ Hilfe wies um Beispiel: das Auto in die Werkstatt bringen, grillen (um mal die Frau vom Kochen zu entlasten), Reparaturarbeiten jeglicher Art (und wenn es nur ein Batterienaustausch einer Uhr oder der Glühbirnenwechsel einer Lampe ist), oder sich die Kinder zu schnappen und der Partnerin Zeit für sich einzugestehen. Jede gute Tat, die die Person entlastet, die die Sprache der Hilfsbereitschaft spricht, ist herzlichst willkommen.
5. Die fünfte Sprache der Liebe: Zärtlichkeit
Die fünfte Sprache der Liebe ist die Zärtlichkeit. Wer diese Sprache spricht benötigt viel körperlichen Kontakt mit seinem Partner. Spontane Küsse & Umarmungen, beiläufige Berührungen und auch häufiger, intensiver Sex beweisen an dieser Stelle die Liebe des Partners. Oft halten Probanden dieser Sprache gerne Händchen. Wichtig ist allerdings zu erfahren, welche Art von Berührung erwünscht ist und welcher eher als unangenehm empfunden wird. Eine klare Kommunikation ist da von Vorteil. Jemand der diese Sprache spricht und nicht genug körperliche Zuneigung erfährt, fühlt sich schnell isoliert und vernachlässigt. Partner, die eine völlig andere Sprache der Liebe ihr eigen nennen, können sich vielleicht gar nicht vorstellen, wie wichtig die Zärtlichkeit für ihren Partner ist. Ein liebevolles Wort hier und da, ein längeres Vorspiel, Kuscheln nach dem Akt und Berührungen bei der Begrüßung und beim Abschied sind sicherlich kleine Hilfestellungen, um eine wertvolle Beziehung mit einem Zärtlichkeits-bedürftigen Menschen zu führen.
Du siehst, die fünf Sprachen der Liebe sind sehr unterschiedlich. Wie findest du heraus, welche Sprache du selbst sprichst?
- Am besten denkst du mal darüber nach, um was du am häufigsten bittest.
- Stell‘ dir mal vor, wie ein perfekter Abend für dich persönlich mit deinem Partner aussehen würde.
- Wann fühlst du dich richtig geliebt? Welcher Umstand ist dem förderlich?
- Oder andersherum: Was verletzt dich, welche Kleinigkeiten enttäuschen dich?
Die Antworten kannst du dann meistens konkret einer Sprache zuordnen.
Im Gespräch kannst du leicht herausfinden, welche Sprache dein Partner spricht. Wenn ihr entdeckt habt, welche Sprache jeder von Euch spricht, dann ist das sehr wertvoll. Unabhängig davon ob es eine völlig andere ist als deine eigene, könnte es Euch ab dann leichter fallen aufeinander einzugehen und euren jeweiligen Liebestank schneller aufzufüllen als zuvor.
Beispiel: Anna, Mutter und Angestellte spricht die Sprache der Hilfbereitschaft. Sie fühlt sich geliebt, wenn ihr Mann Sven ihr dabei hilft den Tisch abzuräumen und sich den Kindern widmet, mit ihnen spielt oder etwas unternimmt. Sven hingegen spricht die Sprache der Zärtlichkeit. Er benötigt viel Körperlichkeit und extra Zuwendung von seiner Frau, um sich geliebt zu fühlen. Wenn er sie im Haushalt unterstützt und ihr das Leben mit den Kindern erleichtert, belohnt sie ihn beispielsweise mit spontanen Sex unter der Dusche. Jeder gibt dem anderen das was er benötigt und die Beziehung ist dann einfach auf einem ganz anderen Level, weil man sich darüber bewusst ist, welche Sprache der andere gerade benötigt.
Hast du schon beim Lesen herauskristallisieren können, welche Sprache der Liebe du selbst sprichst? Vielleicht möchtest du ja die Kommentarfunktion nutzen und mir schreiben, wie du diesen Beziehungstipp findest!
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