Wie vor kurzem versprochen, widme ich mich nun dem Thema “Schwangere heiraten”.

Ich spreche in diesem Fall vom doppelten Glück, weil es bereits mit der “Paarung” geklappt hat und die Hochzeit an dieser Stelle die Krönung dessen darstellt. Früher war das ein Tabuthema. Viele Männer mussten heiraten, weil sie ein Mädel geschwängert hatten und mit der Hochzeit die Verantwortung dafür übernahmen. Da musste es schnell gehen mit der Hochzeit, weil sonst jeder wusste, dass die Heirat “zweckgebunden” war und man seinen Ruf zu verlieren hatte.

Heute ist es in einigen Kulturkreisen nach wie vor unsittlich Sex vor der Ehe zu haben. Unsere modern-kurzlebige Gesellschaft sieht das anders: Mann und Frau probieren sich aus und wenn sie sich dann sicher sind, dass er/sie der/die Richtige ist, dann geht man nach einer langen oder kurzem Testphase zum traditionellen Akt der Hochzeit über.

Wenn in der Testphase bereits ein Schwangerschaftstest positiv ausfällt, ist das kein Grund in Panik zu geraten. In den meisten Fällen reagiert das Umfeld völlig relaxt, nur die Bräute können recht emotional werden…aber das sind die meisten auch wenn sie nicht schwanger sind und es um die Planung ihrer eigenen Hochzeit geht.

Je nachdem wie man die Hochzeit feiern möchte, ob groß oder klein, gibt es bei schwangeren Frauen einiges zu beachten. Der Zeitraum der Hochzeit ist gar nicht so leicht zu bestimmen. Während in dem ersten drei Schwangerschaftsmonaten die meisten Frauen geruchsempfindlich reagieren  und an Übelkeit und Erbrechen leiden, schwellen in den letzten drei Monaten zunehmends die Beine und Füsse an, langes Sitzen oder Stehen sind unmöglich. Daher wird meistens empfohlen, zwischen dem 4-6 Schwangerschaftsmonat die Hochzeit zu feiern.

Was mute ich mir da zu? Mal ehrlich, launisch werden die meisten Bräute, wenn es nicht so läuft, wie sie es wünschen. Aber gerade wenn man schwanger ist, kommt man sowohl physisch als auch psychisch an seine Power-Grenzen. Und der Hochzeitstag soll schließlich unvergesslich schön sein, nicht unvergesslich anstrengend.

Daher darfst du als schwangere Braut vor allem an dich selbst denken: ein Bequemes Kleid, bequeme Unterwäsche, bequemes Schuhwerk (!) sind ein MUSS. Ja, auf hohe Absätze soll laut Expertenrat verzichtet werden, weil das eine Zumutung für die schwangere Braut sei.  Ein Fußbad vor dem grossen Tag entspannt strapazierte und müde, angeschwollene Füße.

Es gibt mittlerweile interessante online Adressen für alles was Mama in spe so braucht, auch für die Hochzeit. Auf dieser Seite findest du auch für  die Braut mit Babybauch passende Brautkleider in verschiedenen Stilvarianten: https://www.mamarella.com/.

Beim Junggesellinnen-Abschied mit einer schwangeren Braut müssen die besten Freundinnen schon etwas kreativer werden. Denn die Braut verzichtet in der Regel auf Alkohol. Deswegen fällt das “nur mal weggehen” eigentlich flach, zumal die meisten gar keine Lust dazu verspüren und eher zum Couchpotato mutieren. Es ist nicht leicht, sich als Nichtschwangere in die Gedanken und Gefühlswelt der schwangeren Junggesellin hineinzufühlen, aber mit wachsendem Bäuchlein, ist FRAU halt auch mal unflexibel. Super Ideen gibt es, um die Zeit vor der Hochzeit alleine unter Mädels zu genießen. Ein Wellnesstag in einem Spa wäre denkbar, auch wenn das je nachdem wie viele zusammen kommen, schnell recht teuer werden kann.

Alternativ kann man sich ja auch bekochen lassen. Es gibt da so einen Service, der alles Mögliche liefert, sogar einen Privatkoch, der auf Wunsch live für die versammelte Mädels-Mannschaft kocht. Sicherlich wäre es auch schön, einfach die Füsse auszustrecken und gemeinsam einen schönen Liebesfilm zu gucken, Snacks und Getränke inklusive. Die schwangere Version des Junggesellinnen-Abschiedes kann wunderschön sein.

Natürlich solltest du als schwangere Braut darüber nachdenken, ob du lieber im kleinen Kreis in einem netten Restaurant feierst, als in einem großen Saal mit vielen Menschen. Es ist familiärer, darauf kann sich du dich dann bereits einstimmen und es wird sicherlich auch kürzere Wartezeiten geben (Verzicht auf Anstellen beim Buffet, zahlreiche Glückwunsch, Reden und Ständchen etc.). Zudem kannst du auch spontan bestimmen, was es zu essen gibt, und sicherlich gehen die Köche in einem kleinen Restaurant auch auf Heisshungerattacken und komische Gelüste einer schwangeren Lady in White ein.

Was ich persönlich als sehr schön empfinde, sind Fotoshootings von schwangeren Bräuten. Da gibt es eine Vielzahl an talentierten Fotografen, die es hinbekommen, jede Braut, ins rechte Licht zu rücken.

Ich bin sicher, dass du auch als schwangere Frau eine traumhafte Braut abgeben wirst. Ich weiß noch, dass an dem Tag als ich in Dänemark getraut wurde, vor uns ein Paar im Standesamt war, sie sichtlich schwanger. Sie trug ein schlichtes weißes Kleid, in A-Linie und ein rosa Samtband unter der Brust geschnürt, sodass ihre kleine, aber vielversprechende Kugel hervorgehoben wurde. Ihre Hand ruhte auf ihrem Bäuchlein und die andere Hand hielt sie in der ihres zukünftigen Mannes. Ich fand den Anblick sehr ästhetisch und liebevoll.